Gewöhnliches Pfeilkraut |
Blütenstand,
männliche Blüte, Blatt und Fruchtstand des
Gewöhnlichen
Pfeilkrauts
| Sagittaria sagittifolia L.: | |
| Blütezeit: | Juni–August |
| Höhe: | 20–100 cm |
| Blüten: | zwittrig, radiärsymmetrisch, Ø ca. 2 cm, Staubblätter: viele, Fruchtblätter: viele |
| Kronblätter: | 3, weiß mit rotviolettem Fleck am Grund |
| Kelchblätter: | 3 |
| Laubblätter: | basal gehäuft, Schwimmblätter ei- oder spießförmig, Luftblätter pfeilförmig, Tauchblätter linealisch |
Pflanze ausdauernd, selten einjährig, im Wasser wachsend, Milchsaft führend, krautig, mit bis zu 18 cm langen oberirdischen Ausläufern, mit knolligem, 1–1,5 cm dickem Rhizom (Wurzelstock).
Stängel aufrecht, kahl, dreikantig.
Luftblätter lang gestielt, einfach, ganzrandig, glänzend, breit oder schmal pfeilförmig, Zipfel der Spreitenbasis meist kürzer oder so lang wie der Rest der Spreite.
Schwimmblätter lang gestielt, einfach, ganzrandig, ei-, spieß- oder pfeilförmig.
Tauchblätter sitzend, bandförmig.
Blüten in traubigen, selten an der Basis verzweigten Blütenständen aus 2–10 aufeinanderfolgenden, dreizähligen Scheinquirlen.
Die Blütenstiele sind jeweils von einem dreieckigen Tragblatt umgeben. Die oberen Blüten sind männlich und doppelt so lang gestielt wie die unteren weiblichen Blüten. Selten sind die unteren Blüten zwittrig.
Die 3 Kronblätter sind rund, weiß und rotviolett genagelt. Die 3 Kelchblätter sind etwa halb so groß und stehen auf Lücke mit den Kronblättern.
Männliche Blüten besitzen viele Staubblätter, die meist in 8 Kreisen stehen, mit rotvioletten Staubbeuteln und manchmal einigen verkümmerten Fruchtknoten.
Weibliche Blüten besitzen zahlreiche, kopfig angeordnete, nicht miteinander verwachsene Fruchtblätter und manchmal einige sterile Staubblätter. Selten werden ausschließlich männliche Blüten gebildet.
Nach der Bestäubung, hauptsächlich durch Fliegen, bildet sich aus den Fruchtblättern ein kugeliges, bis zu 2 cm breites Köpfchen mit dicht stehenden, stark abgeflachten, einsamigen, verkehrt-eiförmigen, 4–6 mm langen Nüsschen (Achänen), mit kurzem, hakigen Schnabel.
| Blütenformel: |
| * K3 C3 A∞ bzw. * K3 C3 G∞ oberständig |
Vorkommen:
In Sümpfen, Teichen und langsam fließenden Gewässern. Bevorzugt warme,
überaus feuchte, leicht basische und stickstoffreiche Standorte.
Verbreitung:
Gemäßigtes Europa und Asien.