Virginische Kresse |



Habitusbild, Blatt, Blüten und Früchte der Virginischen Kresse
| Lepidium virginicum ssp. virginicum L.: | |
| Blütezeit: | Mai–August |
| Höhe: | 15–60 cm |
| Blüten: | zwittrig, radiärsymmetrisch, Ø 1,4 mm, Staubblätter: 2, Griffel: 1 |
| Kronblätter: | 4, weiß, 1–1,5 mm lang |
| Kelchblätter: | 4 |
| Stängelblätter: | wechselständig, untere fiederteilig, obere einfach |
Pflanze ein- oder zweijährig, krautig, mit schlanker Pfahlwurzel.
Stängel aufrecht, rund, verzweigt, dicht kurzhaarig.
Grundblätter gestielt, fiederteilig, buchtig oder tief gezähnt, zur Blütezeit bereits verwelkt.
Die wechselständigen Stängelblätter im sind einfach, sich in einen Stiel verschmälernd, linealisch bis lanzettlich, scharf gezähnt oder ganzrandig.
Die weißen, zwittrigen Blüten stehen in endständigen, vielblütigen Trauben.
Die meist 2, seltener 4 Staubblätter besitzen gelbe Staubbeutel. Kronblätter spatelförmig, undeutlich oder sehr kurz genagelt und länger als die Kelchblätter, selten rudimentär.
Nach Insektenbestäubung entwickeln sich aus dem oberständigen Fruchtknoten flache, 2,5–3,5 mm breite, runde, abstehende bis aufrechte, 3–6 mm lang gestielte Schötchen, wobei der Fruchtstiel rund und nicht abgeflacht ist.
Die an der Spitze sehr schmal geflügelte Frucht ist an der Spitze eingekerbt. Der in der Kerbe sitzende Griffel ist viel kürzer als diese. Die sich mit 2 Klappen öffnenden Früchte beinhalten 2 breit geflügelte, ovale, orange-braune, bis 2 mm lange Samen.
Neben Lepidium virginicum ssp. virginicum existiert in Amerika eine weitere Unterart mit abgeflachten Fruchtstielen: L. virginicum ssp. menziesii.
| Blütenformel meist: |
| ·|· K4 C4 A2 G(2) oberständig |
Vorkommen:
Wegränder,
Ruderalstellen, Bahngleise. Bevorzugt sonnige, warme und relativ
trockene Standorte.
Verbreitung:
Ursprünglich
Nordamerika und Mexiko. In Eurasien, Südamerika, Südafrika und
Australien eingeschleppt.