Loesels Rauke |



Habitus, Blüten, Schoten und Stängelblatt der Hohen Rauke
| Sisymbrium loeselii L.: | |
| Blütezeit: | Mai–Oktober |
| Höhe: | meist 30–120 cm |
| Blüten: | zwittrig, disymmetrisch, Ø 6–8 mm, Staubblätter: 6, Griffel: 1 |
| Kronblätter: | 4, leuchtend gelb, 5–7 mm lang |
| Kelchblätter: | 4 |
| Stängelblätter: | wechselständig, fiederteilig |
| Grundblätter: | schrotsägeförmig bis fiederteilig, zur Blütezeit oft bereits verwelkt |
Pflanze einjährig, krautig, mit langer, dünner Pfahlwurzel.
Stängel aufrecht, in der oberen Hälfte verzweigt, wenigstens am Grund mit einfachen, langen, steifen, abstehenden oder rückwärts gerichteten Haaren.
Die schrotsägeförmigen bis leierförmig-fiederteiligen, rosettig angeordneten Grundblätter sowie die unteren Stängelblätter sind beidseitig dicht behaart, gestielt und besitzen 2–4 Paare schmaler, seitlicher Lappen und einen großen, langen Endlappen. Die Blattränder sind unregelmäßig gezähnt.
Die wechselständigen, behaarten oder kahlen oberen Stängelblätter sind kurz gestielt bis sitzend und ähneln den Grundblättern, sind aber viel kleiner.
Die hellgelben, vierzähligen, zwittrigen Blüten stehen in end- und seitenständigen, 50–100-blütigen, dichten, sich zur Fruchtzeit stark verlängernden Trauben. Die 6 Staubblätter (4 lange und 2 kurze) besitzen gelbe, längliche Staubbeutel.
Kronblätter spatelförmig, 6–8 mm lang, mit deutlichem Nagel, der etwa so lang ist wie die 3–4 mm langen, abstehenden, länglichen Kelchblätter. Der aus 2 Fruchtblättern verwachsene, oberständige Fruchtknoten trägt einen sehr kurzen Griffel mit 2-lappiger Narbe.
Nach Selbst- oder Insektenbestäubung entwickeln sich meist 2–4 cm lange, 0,7 mm dicke, leicht aufwärts gebogene, aufrecht abstehende, meist 0,5 – 1,2 cm lang gestielte, im Querschnitt runde Schoten, deren Stiele dünner als die Früchte sind. Sie entlassen bis zu 60 längliche, einreihig angeordnete, knapp 1 mm lange, längliche, braune Samen.
| Blütenformel: |
| ·|· K4 C4 A2+4 G(2) oberständig |
Vorkommen:
Wegränder,
Ruderalstellen, Gleise, Häfen. Bevorzugt leicht warme, etwas trockene,
leicht basische und relativ stickstoffreiche Standorte.
Verbreitung:
Ursprünglich
Eurasien, weltweit eingeschleppt.