Stängelumfassende Taubnessel |
Habitusbild,
Blüten und unteres Stängelblatt der
Stängelumfassenden
Taubnessel
| Lamium amplexicaule L. | |
| Blütezeit: | März–Juli |
| Höhe: | 5–30 cm |
| Blüten: | zwittrig, zygomorph, 10–22 mm lang, Staubblätter: 4, Griffel: 1 |
| Kronblätter: | 5, 2 verwachsen zur Oberlippe, 3 zur Unterlippe, hell-purpurn |
| Kelchblätter: | 5, verwachsen |
| Stängelblätter: | kreuzgegenständig, Ø 2–3 cm, rundlich bis nierenförmig, tief gekerbt |
Pflanze einjährig, krautig.
Stängel aufrecht, vierkantig, hohl, fein behaart, am Grund wenig verzweigt.
Hochblätter dicht stehend, ungestielt, halbstängelumfassend, untere Laubblätter gestielt, Blattspreite fein behaart.
Blüten ungestielt in Scheinquirlen in den Achseln der Hochblätter, 2-lippig, am Grund zu einer schlanken, geraden Röhre verwachsen, die weit aus dem Kelch ragt.
Oberlippe helmförmig. 4 Staubblätter, 2 längere und 2 kürzere, nicht über die Oberlippe herausragend.
Manche Blüten bleiben klein und geschlossen und befruchten sich selbst, besonders im Vorfrühling, wo es wenig Insekten als Bestäuber gibt.
Kelch lang, 5-zähnig, röhrig und abstehend behaart. Bildung von sog. Klausenfrüchten, die in vier 3-kantige Nüsschen zerfallen, die von Ameisen verschleppt werden.
| Blütenformel: |
| ↓ K(5) [C(5) A4] G(2) oberständig |
Vorkommen:
Ackerraine, Gärten, Schuttplätze. Bevorzugt mäßige Wärme und
Stickstoffreichtum.
Verbreitung:
In ganz Deutschland häufig, im Emsland zerstreut, ganz Eurasien und das
nördliche Afrika. In Nordamerika eingeschleppt.