Flora Emslandia - Pflanzen im Emsland

Riesen-Nelke

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Blüte, Blütenstand und Blattscheide der Riesen-Nelke
(Dianthus giganteus).

 

Dianthus giganteus D’Urv:
Blütezeit: Juli–August
Höhe: 30–100 cm
Blüten: zwittrig, radiärsymmetrisch, Ø ca. 13 mm, Staubblätter: 10, Griffel: 2
Kronblätter: 5, rosa, gekerbt, 5–8 mm lang
Kelchblätter: 5, röhrig verwachsen
Stängelblätter: kreuzgegenständig, linealisch

Pflanze ausdauernd, robust, krautig, oft blau bereift, kahl, an der Basis leicht verholzt, mit spindelförmiger Pfahlwurzel.

Stängel aufrecht, unverzweigt, im Querschnitt rund, kahl.

Blätter einfach, ganzrandig, kahl, lanzettlich, zugespitzt, 0,5–8 mm breit, in der Mitte am breitesten, kreuzgegenständig, die gegenüberliegenden Blätter am Grund lang scheidig verwachsen.

Blüten zu 5–30 ungestielt in kopfigen Blütenständen. Am Grund des Kopfes befinden sich 2 Paar Hochblätter.

Das äußere, laubblattartige Paar ist an der Basis breit und nach oben hin zugespitzt, es überragt den Blütenstand. Das innere, nicht laubblattartige Paar steht im rechten Winkel um äußeren und ist kürzer als der Blütenstand.

Kelchröhre 17–22 mm lang, auffällig rotbraun, gestreift, glatt, 5-zähnig. Kelchzähne schmal lanzettlich, aufrecht, sich in eine feine Spitze verschmälernd.

Umgeben wird die Kelchröhre von 4 ovalen, eng anliegenden Kelchschuppen, die etwa halb so lang wie der Kelch sind und in eine schmale Spitze auslaufen (nicht in eine lange Granne).

Kronblätter rosafarben, gezähnt, Nagel schlank und flach, Platte ausgebreitet und 5–8 mm lang.

Die 10 Staubblätter besitzen hellblaue Staubbeutel. Der oberständige Fruchtknoten trägt 2 Griffel.

Nach Insektenbestäubung bilden sich aufrechte, zylindrische Kapseln, etwas kürzer als der Kelch, die sich mit 4 Zähnen öffnen und zahlreiche kleine, ellliptische, abgeflachte, schwärzliche Samen entlassen. Pflanze in Ausbreitung befindlich.

Blütenformel:
* K(5) C5 A5+5 G(2) oberständig

Vorkommen:
Waldränder, Lichtungen, felsige Hügel. Bevorzugt helle, basische und trockene Standorte.

Verbreitung:
Ursprünglich Südosteuropa und Westasien, in Mitteleuropa lokal eingebürgert.