Echter Lein |
Die
zarten Blüten des Echten Leins sind hellblau bis violett,
daneben
existieren weiße Kulturformen
| Linum usitatissimum ssp. usitatissimum Linné: | |
| Blütezeit: | Juli–August |
| Höhe: | 20–160 cm |
| Blüten: | zwittrig, radiärsymmetrisch, Ø ca. 20 mm, Staubblätter: 5, Griffel: 5 |
| Kronblätter: | 5, hellblau bis violett, ca. 14 mm lang |
| Kelchblätter: | 5, hautrandig |
| Stängelblätter: | wechselständig, linealisch-lanzettlich, 3-nervig |
Pflanze einjährig und kahl mit dünner, kurzer Pfahlwurzel.
Stängel aufrecht, rund, dünn und oben meist verzweigt.
Blätter einfach, spitz, sitzend und ganzrandig.
Mehrere Blüten stehen mit einem Tragblatt an der Basis in einem rispenähnlichen Blütenstand, der genau genommen als Wickel zu bezeichnen ist, wobei das Tragblatt kürzer ist als die Blütenstiele der voll entwickelten Blüten.
Blüten 5-zählig und dunkel geadert. Selten erscheinen weiße oder violette Blüten.
Die 5 freien Kelchblätter besitzen 3 oder 5 Nerven und laufen in eine bewimperte Spitze aus.
Die Staubbeutel sind blau gefärbt.
Aus dem aus 5 Fruchtblättern verwachsenen Fruchtknoten entwickelt sich nach Selbst- oder seltener durch Insektenbestäubung eine kurz geschnäbelte rundliche Kapsel, die jeweils um die 10 tropfenförmige, flache Samen beinhaltet, die als Leinsamen bekannt sind.
Man unterscheidet 3 Convarietäten:
Linum usitatissimum ssp. usitatissimum
convar. usitatissimum (Faserlein):
70–160
cm hoch, die Fruchtkapseln bleiben bei de Reife geschlossen, Samen
klein.
Linum usitatissimum ssp. usitatissimum
convar. mediterraneum (Öllein):
40–70 cm
hoch, stark verzweigt, auch unten, mit großen Kapseln und Samen.
Linum usitatissimum ssp. usitatissimum
convar. crepitans (Springlein):
20–60 cm
hoch, die Fruchtkapseln öffnen sich während der Reife.
| Blütenformel: |
| * K5 C5 A(5) G(5) oberständig |
Vorkommen:
Meist in Kultur, selten verwildert. Der Lein stellt keine besonderen
Anforderungen an Boden und Standort, verträgt aber saure Moorböden,
Kalk und zu große Nässe nicht.
Verbreitung:
Als Nutzpflanze weltweit in den gemäßigten Zonen vertreten.